CHKZ Geschichte

Die Geschichte der Keramikproduktion in Chlumčany reicht bis 1873 zurück. In diesem Jahr stieß hier der sächsische Unternehmer Gustav Oberreit bei Probegrabungen auf ein Kaolinvorkommen. Noch im gleichen Jahr bauten die tschechischen Unternehmer Čermák und Pečka an dieser Stelle ein Schlämmwerk, das die Förderung und Verarbeitung des Kaolins (auch Porzellanerde genannt) stufenweise steigerte und modernisierte. 1912 wurde die erste Aktiengesellschaft unter dem Firmennamen „Kaolin- und Schamottwerke Dobřany“ gegründet, mit der in Chlumčany die intensive Entwicklung der Keramikproduktion begann.

1873

Von 1912 bis 1918 stellte die Fabrik jährlich 9 Mio. Sandziegel, 4.000 Waggons Sand, 12.500 t Kaolin und 7.000 t Schamott bereit. 1914 entstand hier eine Fabrik für glasierte Fliesen und Wandfliesen. Sie wurde als „Flíska“ bezeichnet, nach der deutschen Bezeichnung für glasierte Fliesen, und entwickelte sich nach dem Ersten Weltkrieg zu einem bedeutenden tschechischen Unternehmen.

1912

1927 produzierte die Fabrik 97.000 m2 Keramikfliesen. Nur zwei Jahre später, als Teil der Westböhmischen Kaolin- und Schamottwerke und der slowakischen Magnesitwerke AG Prag, waren es bereits 280.000 m2. 1941 erreichte die Produktion ihren Höhepunkt mit 315.000 m2. 1943 wurde das Werk in Chlumčany durch Luftangriffe stark beschädigt und erst der engagierte Aufbau im ersten Friedensjahr 1945 brachte die Produktion des Werkes wieder auf Vorkriegsniveau. Im Herbst des gleichen Jahres wurden die „Westböhmischen Werke“ durch das Beneš-Dekret vom 24.10.1945 verstaatlicht.

1927

Wohlbehalten überwand das Werk die Wirtschaftsära von 1949 bis 1989, die durch eine Umverteilung der Ressourcen und eine ideologisch motivierte Einflussnahme geprägt war. Technische Entwicklungen fanden im Rahmen der Möglichkeiten statt und seine Umstellung auf die Marktwirtschaft bewältigte das Unternehmen mit Erfolg. 1950 entstanden 385.000 m2 Fliesen, im Jahr 1965 1,2 Mio. m2 und im Jahr 1990 erreichte das Produktionsvolumen 4 Mio. m2.

1949

Maßgebend für das Jahrzehnt zwischen 1990 und 2000 war die vorausschauende strategische Entscheidung, sich auf die Produktion von hoch gesinterten Fliesen zu fokussieren, für die sich die Märkte im Inland und in Mitteleuropa geöffnet hatten. Stark steigende Verkaufszahlen ermöglichten umfassende Modernisierungsmaßnahmen und eine Produktionssteigerung um mehr als 100 % auf mehr als 8 Mio. m2 Fliesen pro Jahr. Zum Erfolg trug außerdem eine zielgerichtete Erweiterung des Angebots bei. Fliesen der Marke BohemiaGres fanden ihren Einsatzbereich im Wohn- wie im Objektbereich.

1990

Im Jahre 1998 begann die nächste bedeutende Etappe der Geschichte der Keramikwerke Chlumčanské keramické závody, a.s.. Die österreichische Gesellschaft Lasselsberger Holding International, GmbH erwarb die Aktienmehrheit an den Keramikwerken Chlumčany. Durch diesen Schritt gewann sie außerdem maßgebenden Einfluss in den Gesellschaften a.s. Calofrig Borovany und Borgres, s.r.o., Borovany. Zu weiteren Mitgliedern der neu entstandenen Unternehmensgruppe wurden 1999 die Gesellschaften a.s. Keramika Horní Bříza und s.r.o. Kemat Skalná. Die dynamische Entwicklung der Unternehmensgruppe setzte sich mit der Akquisition der Gesellschaft Cemix, s.r.o., Čebín fort und wurde 2002 durch den Erwerb der Gesellschaft a.s. Rako vollendet.

1998

Die Keramikwerke Chlumčy feierten 2003 ihr 130-jähriges Bestehen. Sie bilden einen unverzichtbaren Teil der Aktiengesellschaft Lasselsberger, a.s..

2003

2006 vereinheitlichte der Hersteller sein Katalogsystem. Die Produkte Taurus und die im Werk Chlumčany produzierten Serien werden seither unter den Markennamen LB OBJECT und RAKO angeboten. Kreativität und moderne Technik prägen eine zeitgemäße Produktpalette. Das breite Fliesensortiment aus Chlumčany erfreut sich auf den europäischen Märkten wachsender Beliebtheit und setzt eine Tradition fort, die in der Region seit Generationen gepflegt wird.

2006

Die hohe Nachfrage nach kalibrierten Großformaten führte dazu, dass die Gesellschaft LASSELSBERGER, s.r.o. Anfang 2011 in Chlumčany eine neue Kalibrieranlage und Fertigungsanlage für das Fliesenformat 60 x 60 cm in Betrieb nahm. Mit einer Kapazität von 1 Mio. m2/ jährlich konnten die Möglichkeiten damit fast verdoppelt werden. Kalibrierte Fliesen lassen sich mit minimaler Fuge verlegen und sorgen dadurch für eine sehr homogene Bodengestaltung. Darüber hinaus erweitert das Format 60 x 60 cm die Möglichkeiten bei unterschiedlichsten Projektlösungen.

2011

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